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Sorge um Obdachlose

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Wir müssen das hinkriegen - für alle!

Die kalte Jahreszeit naht und diejenigen, die sich als "das Pack" bezeichnen, sind schwer besorgt: Weihnachtsmärkte werden wieder in Wintermärkte umbenannt, Kitakinder müssen wieder Lichterfeste feiern und dazu alles, was sich sonst noch an drohender Islamisierung aus den letzten Jahren aufwärmen lässt.

Doch ihre Hauptsorge gilt aktuell den Obdachlosen. Überall rührselige Bilder von Menschen auf der Straße und - natürlich - ihren Hunden und dazu die anklagende Frage:

Wie werden sie durch den Winter kommen?

Aber klar: Das Pack wäre nicht das Pack, wenn es sich nun um Wohnraum für Obdachlose kümmern würde - nein, das ist deren Sache nicht. Denn ihre Lösung ist ja so einfach: Kein Geld für Flüchtlinge und schon ist allen Obdachlosen geholfen; natürlich nur den deutschen Obdachlosen, versteht sich.

Haben sich diese Anwälte der Obdachlosen überhaupt schon mal mit Obdachlosen beschäftigt? Eher wohl nicht...

Wie bei den meisten von uns Wohnrauminhabern ;) (mich selbstverständlich eingeschlossen) beschränken sich Kontakte - wenn überhaupt - vermutlich auf gelegentliche Almosen, das Kaufen einer Obdachlosenzeitung, Sachspenden u.ä.

Umso mehr war ich beeindruckt, als ich jetzt ein paar Tage in Hamburg war, ein bisschen mit einer Verkäuferin des Straßenmagazins Hinz&Kunzt geklönt und die Artikel und Kommentare zu Flüchtlingen in diesem Magazin gelesen habe:

"Und die Obdachlosen sind nicht ins Hintertreffen geraten. Sie waren es schon, bevor die Flüchtlinge kamen."

Wie sich z.B. die Meinung "Die (Flüchtlinge) bekommen doch alles in den A... geschoben" nach einem Rundgang durch eine Flüchtlingsunterkunft und Gesprächen mit Flüchtlingen wandelt in: " Die haben sein Haus weggebombt. Das ist schon was anderes als das, was wir hier erleben...Schon krass, wie die da leben..."

Da helfen auch Wohnungslose in den Flüchtlingsunterkünften, weil sie der Meinung sind:

"Denn Fakt ist: Allen geht es schlecht. Den Flüchtlingen – und den rund 2000 Obdachlosen und EU-Wanderarbeitern, von denen gerade niemand mehr spricht. Alle brauchen ein Dach über dem Kopf – menschenwürdig und ohne Wenn und Aber."

 

Und deshalb ekeln mich diese Bilder und das heuchlerische Getue im Moment besonders an!

Es ist widerlich, wie versucht wird, Menschen in Not gegeneinander auszuspielen.

Und es ist bedrückend, wie viele diesen Rattenfängern folgen.

 

Alle Zitate aus:

http://www.hinzundkunzt.de/wir-muessen-das-hinkriegen-fuer-alle/