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Eine Spur der Verwüstung

"Pflegearbeiten" in Kühlungsborn

Vor einiger Zeit befand es die Stadt Kühlungsborn für notwendig, unser Bächlein, die Cubanze, durch ein ein monumentales Bauwerk, genannt "Hochwasserschutz" zu zügeln. Zunächst entstanden zwei Tümpel.

In Ruhe gelassen entwickelten sich nach und nach  tatsächlich so etwas wie "Biotope" mit Rohrkolben und anderen Pflanzen; auch einige der Sumpfgewächse, die durch den Bau des "Hochwasserschutzes" erstmal verschwunden gewesen waren, siedelten sich wieder an. Frösche, Libellen und auch Enten fanden das super und fanden sich ein.

Doch so kann das natürlich nicht bleiben - man kann doch der Natur nicht ihren Lauf lassen! Wie sieht das aus?! Unordentlich, unübersichtlich, und stellenweise ist nicht einmal mehr der Beton des Bauwerks sichtbar!

Also muss gründlichst aufgeräumt werden! Zur Freude der Anwohner geschieht das am Sonnabend ab 8 Uhr mit großem Equipment: Bagger, Motorsensen - kurz alles, was richtig Krach macht und außerdem schön stinkt!

Die Devise lautet: Wenn schon, denn schon - ohne Rücksicht auf Verluste!

Ohne Rücksicht auf Verluste!

Ich lasse dahingestellt, ob und inwieweit Pflegearbeiten überhaupt notwendig gewesen wären.

Weiterhin lasse ich dahingestellt, ob bei der Art von Boden, den wir hier haben, derart schweres Gerät überhaupt angebracht ist.

Was aber bestimmt nicht notwendig war:

  • Derart rücksichtslos und wenig behutsam mit dem schweren Gerät umzugehen!
  • Diese lärmige Aktion ausgerechnet am Wochenende durchzuführen.